Meral Al-Mer hat sich befreit.
In einem Buch mit dem Titel „Nicht ohne meine Mutter“ erzählt sie die Geschichte ihrer Befreiung aus der gewalttätigen Umklammerung ihres Vaters. Merals Buch beschreibt bezeichnend und schonungslos eine Spirale von Gewalt, Schweigen, noch mehr Gewalt und noch mehr Schweigen. Ein patriarchales System, in dem Merals Vater die eigene Tochter jahrelang unbehelligt quälen und misshandeln konnte, auch weil ihre Hilferufe jahrelang ignoriert wurden.
Häusliche Gewalt und Gewalt gegen Frauen* sind ein aktuelles Thema und werden es wohl noch lange bleiben – und zwar unabhängig von Herkunft und Religionszugehörigkeit. Die typischen Zuschreibungen kennt Meral nur zu gut. Sie hält dagegen: „Ich glaube nicht, dass häusliche Gewalt ein Problem der Herkunft, der Religion oder der sozialen Schicht ist.“
Seit 2003 lebt und arbeitet Meral Al-Mer als Musikerin und Journalistin in Berlin. Ihre Website: http://meralalmer.com/
2016 ist sie Mitglied der Jury zur Verleihung des Hatun-Sürücü-Preises (https://www.facebook.com/137512459613105/photos/pb.137512459613105.-2207520000.1453755214./1046491075381901/?type=3&theater und http://gruene-fraktion-berlin.de/termin/verleihung-des-hatun-s-r-c-preises-2016).
Heute Abend liest sie Passagen aus ihrem Buch und bezaubert uns außerdem mit ihrem Gesang.
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