Der Spaziergang erinnert an Wilfrid Israel, den letzten Direktor des ehemals berühmten Berliner Kaufhauses „N.Israel“. Es stand vom 19. Jahrhundert an direkt gegenüber vom Berliner Rathaus, im heutigen Nikolaiviertel. Dieses Kaufhaus ist heute kaum noch bekannt. Das gilt auch für Wilfrid Israel, der die leitende Rolle im elterlichen Kaufhaus in den 1920er Jahren übernahm.1899 in London geboren, wurde er schon in jungen Jahren Pazifist und trat für einen Sozialismus auf der Basis eines genossenschaftlichen Gemeinwesens ein. Menschen in Not zu helfen wurde für Wilfrid Israel schon früh zu einem Bedürfnis: so unterstützte er kurz nach dem Ersten Weltkrieg Menschen, die in Deutschland in Not geraten waren und beteiligte sich an einer Hilfskampagne für die Opfer der Hungerskatastrophen in Sowjetrußland.
Unter seiner Leitung wurde das Kaufhaus „N.Israel“ in der Nazizeit zu einem Symbol der Selbstbehauptung der deutschen Juden. Zwischen 1933 und 1939 war Wilfrid Israel einer der zentralen Personen des jüdischen Widerstands.
Mit:
Martin Forberg (MA Neuere Geschichte; Dozent und freier Journalist)
Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Anmeldung unter: Tanya Lazova, lazova@bildungswerk-boell.de
Bitte unter Angabe des vollen Namens.
Falls Sie Wünsche zur barrierefreien Teilnahme naben, teilen Sie diese bitte mit.
Der Treffpunkt wird mit der Anmeldebestätigung mitgeteilt.
Diese Veranstaltung wird mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin gefördert.
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