Die Erregung über „den Islam“ scheint keine Grenzen zu kennen: Die Hälfte der 6.000 auf Planstellen beschäftigten Mitarbeiter des Verfassungsschutzes beobachtet hierzulande die „islamistische Szene“. Die Angst vor allem, was mit dem Islam zu tun hat oder zu tun haben könnte, ist bis in die Poren der Gesellschaft gedrungen. „Der Islam“ wurde zu einem globalen Feindbild. Dieses transnationale Feindbild ist auf europäischer Ebene Nährboden für die Entwicklung einer rechtslastigen und rassistischen politischen Bewegung, die Demokratie und Rechtsstaat unter dem Vorwand bekämpft, gerade diese Errungenschaften vor „dem Islam“ schützen zu wollen.
Werner Ruf, der 2012 das Buch „Der Islam – Schrecken des Abendlands“ veröffentlichte, wird sich mit der Geschichte, der Aktualität und dem gesellschaftlichen Kontext des Feindbilds Islam auseinandersetzen.
Werner Ruf war von 1982 bis 2003 Professor für Internationale und intergesellschaftliche Beziehungen und Außenpolitik an der Universität Kassel. Er forschte und publizierte zur Friedens- und Sicherheitspolitk, zum UN-System, zur Gesellschaft und Politik im Maghreb, zum politischen Islam und zum Nahen und Mittleren Osten. Zahlreiche Forschungsaufenthalte im Ausland und Gutachtertätigkeit zu den oben genannten Arbeitsbereichen.
Veranstaltung der MASCH (Marxistische Abenschule), Forum für Politik und Kultur e.V. in Kooperation mit dem Bremer Friedensforum. Informationen zur MASCH und ihren Veranstaltungen unter www.masch-bremen.de
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